
Vortrag von Uwe Peters nach dem gleichnamigen Buch von Tom Harpur "Der Heidnische Heiland"
Vortrag von Dietmar Michalke nach dem gleichnamigen Buch von Karlheinz Deschner Der gefälschte Glaube Einer der führenden Kirchenkritiker unserer Zeit, Karlheinz Deschner, schildert in seinem Buch die Entstehung der christlichen Glaubenslehren vor dem Hintergrund der allgemeinen historischen Entwicklung. Dabei weist er nach, dass alles, was den Gläubigen als angeblich geoffenbarte Wahrheit gepredigt wird, Ausfluss jenes Mischmaschs von Irrtum und Gewalt ist, wie Goethe die Kirchengeschichte einst charakterisierte. Deschner belegt, dass alle wichtigen Glaubensinhalte, Lehraussagen und religiösen Rituale des Christentums - das urchristliche Dogma vom nahen Weltende, die Vergottung Jesu, die Verkündigung des Paulus, Trinität, Taufe, Abendmahl, Beichte, Buße und viele mehr – von älteren Religionen übernommen wurden oder durch Anpassung an die jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnisse entstanden. Sie stammen aus dem Judentum, altorientalischen Vorstellungen, aus Synkretismen des Hellenismus und anderem antiken Gedankengut. Diese Quellen wurden jedoch später von der Kirche zu heidnischem Teufelswerk erklärt und lange Zeit vergessen. Dass dieses zusammengeklaubte Sammelsurium religiöser Anschauungen zweitausend Jahre überdauern und eine ganze Kultur prägen konnte, ist das eigentliche Mysterium des Christentums.
Preis: 14,95 €, Gebundene Ausgabe: 279 Seiten
Verlag: Knesebeck; Auflage: 5. Aufl. (1. Januar 2004) ISBN-10: 3896602284
Der gefälschte Glaube 1.) Dogmen 1.1 Hat Jesus gelebt Ob Jesus Christus wirklich gelebt hat, ist aufgrund der Quellenlage nicht sicher zu sagen. Die ältesten Berichte stammen von Paulus, der Jesus nicht selbst kannte, und wurden nach 50 u.Z. verfasst. Paulus schreibt da von seinem Glauben, dass „Jesus gestorben und auferstanden ist“. Von nichtchristlichen Geschichtsschreibern aus der Zeit wurde nichts festgehalten, obwohl gerade die römischen sich gewöhnlich sehr genau mit dem Zeitgeschehen auseinander setzten (so wurde z.B. das Leben des Sklavenführers Spartakus detailliert recherchiert und festgehalten). Der älteste Hinweis auf Jesus in einer nichtchristlichen Schrift findet man bei dem jüdischen Historiker Flavius Josephus in der griechisch geschriebenen „Antiquitates Iudaicae“, die er nach eigenen Angaben 93 u.Z. verfasst hat. Kein Wort eines zeitgenössischen Schriftstellers ist also überliefert, obwohl Jesus Leben und Tod gemäß Bibel besonders spektakulär gewesen sind. Bei seinem Tode etwa
Aber selbst die Schrift von Flavius Josephus ist kein stichhaltiger Hinweis, dass Jesus wirklich gelebt hat. Befremdend ist, dass der „ungläubige“ Jude Flavius darin Jesus als den „Christus“ bezeichnet sowie seine Wunder und die Auferstehung bezeugt. Keiner der frühen Kirchenväter (etwa Justin um 150, Tertullian um 200, Origines um 220, Cyprian um 250) berufen sich auf dieses Josephus-Zitat, das ihnen hochwillkommen hätte sein müssen. Und noch im 17. Jahrhundert besaß der holländische Theologe Gerhard Johann Vossius eine Handschrift des Josephus-Textes, in dem sich kein Wort über Jesus fand. Es besteht kaum ein Zweifel und wird auch fast allgemein anerkannt: Das Flavius-Zitat ist eine christliche Fälschung. Die älteste wirklich zuverlässige Quelle sind die Annalen des Tacitus („Christus, der unter Kaiser Tiberius durch den Landpfleger Pontius Pilatus getötet wurde“), die erst im 2. Jhrt. entstanden. Sie beruhen aber auf den Gerüchten der Christen. Sonst gibt es nur die Schilderungen des Neuen Testamentes. 1.2 Die Evangelien / Neues Testament Sie wurden in der Reihenfolge Markus-E. (70-80 uZ), Mathäus und Lukas (100 uZ), dann Johannes (nach 100). Aber sie stammen nicht von den behaupteten Autoren. Alle Evangelien wurden ursprünglich anonym überliefert. Erst später erhielten sie ihre Verfassernamen. Die Kirche gab sie als Werke von Uraposteln und Apostelschülern aus. Sie wurden im missionarischen Eifer geschrieben. Die Autoren behaupteten auch nicht, ihre Werke seien göttliche Inspirationen gewesen. Im Gegenteil: Lukas versichert, er habe „sorgfältig nachgeforscht“. Ferner: Es liegen keine Originale der Evangelien vor, nicht einmal Abschriften; nur Abschriften von Abschriften. Beim Abschreiben und Übersetzen traten jedoch versehentlich oder absichtlich Fehler auf. 100 Jahre lang galten die Texte nicht einmal als „heilig“ (erst ab Ende des 2. Jhrts.) und man ging ungeniert mit ihnen um. Es gab zahlreiche sich widersprechende Varianten. Darum beauftragte Bischof Damasius im Jahre 383 den päpstlichen Sekretär Hironymus, eine einheitliche Fassung der lateinischen Bibel. Er änderte ca 3500 Stellen. Diese Bibel, die Vulgata, lehnte die Kirche selbst lange ab. Erst im 16. Jahrhundert (!) wurde sie auf dem Konziel von Trient für authentisch erklärt. Aber das Frisieren der Bibel geht bis heute weiter. Luther schrieb noch, wie David mit seinen Gegnern umging: Er „verbrand sie in Zigelöfen“. In der 1971 gedruckten von der EKD genehmigten Bibel heißt es hingegen: Er ließ sie „an den Ziegelöfen arbeiten“. Anderes Beispiel: Bei Luther tötete Gott „funffzig tausend und siebenzig Man“, weil diese die Bundeslade angesehen hatten. Die EKD-Bibel macht daraus bescheidene „siebzig Mann“. Deschner: In der Lutherbibel von 1975 gehen kaum noch zwei Drittel auf Luther zurück. Jedes 3. Wort wurde geändert – teils schwerwiegend. Einige Widersprüche in den Evangelien:
2.) Biblische Wunder – vieles abgeschrieben Söhne von Jungfrauen: Krippen Mutter Gottes Buddha machte Kranke gesund, Blinde sehend, Lahme gehend. Er schritt über den Ganges wie Jesus über den See. Wie Jesus Jünger Petrus so wandelte auch Buddhas Jünger auf dem Wasser. Beide versanken in den Fluten, als ihr Glaube zu klein wurde. Das Wunder auf der Hochzeit von Kana Asklepios, der Heilgott Stillung von Stürmen, wunderbare Speise- und Brotvermehrung waren in der Antike gängige Geschichten. Die Auferstehung Kreuzigung Himmelfahrt |
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